Über Michael A. Hoffmann
Denn was in alter Zeit groß war, ist zum größten Teil klein geworden, was aber zu meiner Zeit groß war, war früher klein. Da ich nun erkenne, dass das menschliche Glück nie beständig bleibt, will ich beider in gleicher Weise gedenken.
Herodot Historien Buch 1, 5, 3f.
Dieses prägnante Zitat des antiken Historikers Herodot (490/480 v. Chr. - um 430/420 v. Chr.), der von dem berühmten römischen Staatsmann, Schriftsteller und Philosophen Marcus Tullius Cicero (106 – 43 v. Chr.) als „Vater der Geschichtsschreibung“ bezeichnet wurde, spiegelt die bis heute häufig vertretene Auffassung wider, dass das persönliche Glück des Menschen keine Größe von dauerhaftem Bestand sein könne.

Für Michael A. Hoffmann stand diese Sichtweise schon früh in unvereinbarem Kontrast zu dem im abendländischen Kulturkreis häufig vertretenen Gedankengut, in dem einen Gott den allmächtigen Vater aller Menschen zu sehen, der ihnen Schutz, Schirm und feste Burg in schweren Zeiten sei.

Der tiefe Widerspruch, auf der einen Seite zumindest zu hoffen, dass es einen unbegrenzt mächtigen Gott geben könnte, der seine Geschöpfe vor dem Bösen beschützt, sich auf der anderen Seite aber damit abzufinden, dass negative Herausforderungen wie das aus sozialen Beziehungen entstehende Leid, Probleme in Partnerschaft und Beruf, finanzielle Sorgen, Krankheiten und Altersgebrechen das eigene Leben bitter machen, bildete für Michael A. Hoffmann den Ausgangspunkt für eine jahrelange, immer tiefer gehende Suche nach einer Antwort auf die großen Fragen der menschlichen Existenz, die auch eine Auseinandersetzung mit den philosophischen und religiösen Strömungen der Weltgeschichte einschloss.

Michael A. Hoffmann gelangte auf diesem Wege zu der elementaren Erkenntnis, dass es weit nützlicher und sinnvoller ist, sich der wahren Natur des Schöpfers aller Dinge sowie dem Potenzial des Menschen konsequent anhand der konkreten Spuren anzunähern, die Gott von sich selbst in seiner Schöpfung hinterlassen hat, anstatt sein Wesen allein auf abstrakter Ebene ergründen zu wollen.

Bei seinen Erkundungen geht es Michael A. Hoffmann einerseits darum, in einem gesamtheitlichen Ansatz zielführende Antworten auf die großen Fragen der menschlichen Existenz und des Seins überhaupt zu finden und dabei auch die Herkunft und den Sinn unseres Lebens zu ergründen.

Andererseits ist es ihm ein besonderes Anliegen, eine Philosophie der Tat zu erschaffen, die es dem Einzelnen - hinreichend Motivation, Engagement und den Willen zum Neudenken vorausgesetzt - auch ohne tiefere Vorkenntnisse ermöglicht, einen tragfähigen Weg zu beschreiten, der selbst aus tiefen Lebenskrisen zu dauerhaftem Glück zu führen vermag.